Martin-Ingbert Heigl

PERSEPHONE - GOETHES REISE ZU DEN URBILDERN

Goethes italienische Reise brachte ihn nicht nur den Zeugnissen griechischer Kultur näher, sondern ermöglichte ihm die entscheidende Neuorientierung in seiner Lebensmitte.
Sie ist zugleich ein geistiger Weg zu den Urbildkräften, aus denen er seine Urpflanze schöpfen konnte.
Gerade Sizilien repräsentierte für Goethe das hohe Geistgebiet, das zugleich den tiefsten Daseinsgrund der Dinge bedeutet, von dem er im Faust als dem Reich der Mütter spricht.
Seine Wissenschaft von der Wandlungsfähigkeit alles Lebendigen, bei der sich ein Wesen in vielfältigen Erscheinungsformen ausdrückt, ist direkter Vorläufer der von Rudolf Steiner begründeten Geisteswissenschaft.
Dieses Buch geht den in seinem Werk verhüllten Hinweisen nach, die bisher noch unentdeckt blieben. Goethes Suche nach der Urpflanze zeigt sich damit nicht nur als wissenschaftlicher Erkenntnisweg sondern zugleich als ein christlicher Initiationsweg über die Stufen der Imagination und Inspiration zur Intuition.
Als wesentlicher Entwicklungsrhythmus Goethes erwiesen sich dabei die Mondknotenperioden.
Von der auch heute noch aktuellen Bedeutung Goethes zeugt seine mit seinem dritten Mondknoten im Zusammenhang stehende Zukunftsvision der Auseinandersetzung mit dem Bösen, die in das erste Flugblatt der Weißen Rose Eingang gefunden hat. Dieses Buch eröffnet einen überraschenden Blick auf Aspekte Goethes bislang noch unentdeckter geistiger Entwicklung.

Erschienen im September 2013 /2. erweiterte Auflage März 2014

256 Seiten, Hardcover gebunden, 15x21 cm, Euro 28,00 (inklusive Versand in Deutschland)

 

Aus dem Inhalt:

Die Suche nach der Urpflanze
Der Dualismus des Augustinus und Goethes Naturreligiosität
Wesen und Erscheinung
Goethes Begegnung mit Christus als dem Herrn der Elemente
Wesenhaftes in der Natur
Die Ätheraura Siziliens und Empedokles
Die Begegnung mit dem Wesen der Urpflanze
Goethes Konzeption seiner Nausikaa
Sizilien und der Gang zu den Müttern
Die Stufen der Erkenntnis: Imagination – Inspiration - Intuition
Die Metamorphose der Pflanzen
Die Pflanze als Bild der Seelenwelt
Das Dogma der geschlechtlichen Fortpflanzung
Goethes Märchen und Steiners Mysteriendrama
Goethes Weg der Wandlung
Die italienische Reise in Goethes Biographie
Der geistige Weg der Wandlung auf Sizilien – Karwoche und Ostern
Die Suche nach der neuen Identität
Der Weg durch den Tierkreis
Barlaam und Josaphat
Der Wandel der Karmaauffassung
Metamorphose und Reinkarnation
Christian Rosenkreutz
Naturanschauung und Geisterkenntnis
Goethes Geistgestalt
Goethe und Moses
Der Ursprung des Bösen
Die Farbenlehre
Goethe und der Manichäismus
Die Wandlung des Bösen im Faust
Anthropos und Sophia
Der neue Paris
Die Mondknoten in Goethes Leben

Des Epimenides Erwachen
Der historische Rahmen
Der Rhythmus von 57 Jahren
Die Rahmenhandlung des Epimenides
Gegenwartsereignisse als komprimierte Zukunft
Der dritte Mondknoten und die Zukunft
Vom persönlichen Schicksal zum Weltschicksal
Goethes Verhältnis zu Napoleon
Der Sonnendämon und seine Überwindung
Zum Inspirationshintergrund der Weißen Rose
Aus dem 4. Flugblatt der Weißen Rose:
Zur Geistgestalt Goethes nach Schillers Tod


Zur Entstehung des Buches:

Dieses Buch ist für mich selbst unerwartet entstanden, als ich Goethes Italienische Reise mit besonderem Interesse für seinen Weg der Entdeckung der Urpflanze las.

Mir fiel auf, dass er diese in Palermo noch als ganz konkrete Pflanze suchte - und nicht fand:
Die vielen Pflanzen, die ich sonst nur in Kübeln und Töpfen, ja die größte Zeit des Jahres nur hinter Glasfenstern zu sehen gewohnt war, stehen hier froh und frisch unter freiem Himmel, und indem sie ihre Bestimmung vollkommen erfüllen, werden sie uns deutlicher. Im Angesicht so vielerlei neuen und erneuten Gebildes fiel mir die alte Grille wieder ein, ob ich nicht unter dieser Schar die Urpflanze entdecken könnte.

Erst nach der Rückkehr ans Festland hat er einen Standortwechsel vollzogen aus der Welt des Gewordenen in die Welt der im Ätherischen wirkenden Urbilder:
Die Urpflanze wird das wunderlichste Geschöpf von der Welt, um welches mich die Natur selbst beneiden soll. Mit diesem Modell und dem Schlüssel dazu kann man alsdann noch Pflanzen ins Unendliche erfinden, die konsequent sein müssen, das heißt, die, wenn sie auch nicht existieren, doch existieren könnten und nicht etwa malerische oder dichterische Schatten und Scheine sind, sondern eine innerliche Wahrheit und Notwendigkeit haben.

Zwischen beidem aber lag die sehr schicksalsträchtige Überfahrt, die ihn und alle Mitreisenden vor Capri fast das Leben gekostet hätte. Goethe ruft hier vor den Mitreisenden beherzt das Bild des Christus auf dem See Tiberias auf und gerät dann selbst im Bauch des Schiffes in einen Zustand des wachen Schlafens:
Ich legte mich halb betäubt auf meine Matratze, doch aber mit einer gewissen angenehmen Empfindung, die sich vom See Tiberias herzuschreiben schien; denn ganz deutlich schwebte mir das Bild aus Merians Kupferbibel vor Augen. Und so bewährt sich die Kraft aller sinnlich-sittlichen Eindrücke jedesmal am stärksten, wenn der Mensch ganz auf sich selbst zurückgewiesen ist.

So erschloss sich mir nach und nach, wie Goethe in der »Italienischen Reise« das Wesentliche erst mitteilt, wenn die scheinbar zufällig aneinander gereihten (bzw. dem äußeren Reiseverlauf folgenden) Bilder aufeinander bezogen werden, so wie wir dies auch von den Evangelien kennen.
Es wird dann ein komplexes Einweihungsgeschehen in den Stufen der Imagination, Inspiration und Intuition sichtbar, das dem entspricht, was er im Faust als Gang zu den Müttern beschrieb.
Der Weg durch Sizilien zeigt dabei die Gesetzmäßigkeit von Planeten und Tierkreis auf.
Die ihn parallel zur Suche nach der Urpflanze beschäftigende Nausikaa-Bearbeitung erweist sich als die dazugehörige innerseelische Erkenntnisdramatik.

Goethe hat mit seiner Metamorphose der Pflanze die Frucht seines Ganges zu den Müttern, seiner Einweihung, öffentlich gemacht und zwar in einer Form, die von jedem, der dazu den Willen aufbringt, im anschauenden Denken nachvollzogen werden kann. Er hat damit einen ersten Keim für die Anthroposophie gelegt.
Die Urpflanze ist ein erster Vorläufer des zukünftigen ätherischen Schauens.
Genau ein Jahrhundert nach Goethes Italienischer Reise erschienen 1886 die Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung, die vorbereiteten, was dann in der Philosophie der Freiheit zur Reife kam. Während Goethe geistig Erschautes so am Spiegel der Sinneserfahrung verdichtete, dass es zum offenbaren Geheimnis wurde - wobei der Geist gerade in der Art der Erkenntnistätigkeit, die zugleich Sinnestätigkeit ist, zu suchen ist - schloss Rudolf Steiner mit dem von Goethe gelieferten Schlüssel wiederum die Weiten des Kosmos auf.

Unter goethesgeheimnisse.wordpress.com finden Sie weiterführende Aufsätze.


Leserstimmen:

… Eine bemerkenswerte und hochinteressante Studie.
Buchhandlung Engel

… eine große Bereicherung der Goethe-Literatur, ein rundum gelungener Wurf, der freilich oft skizzenhaft bleibt, aber gerade dadurch anregend lesbar ist!
Das Buch hat den Initiations-Charakter der Mondknotenphasen in Goethes Leben plausibel herausgearbeitet und gezeigt, welche geistigen Ströme durch Goethe zur Wirkung kamen. Damit ist ein Boden bereitet, auf dem fruchtbar weiter gearbeitet werden kann.
Jens Göken

Ich habe das Buch mit großem Genuss gelesen. Besonders die intime Nachzeichnung der in Stufen erfolgenden Annäherung und Begegnung mit dem geistigen Gebilde der Urpflanze hat es mir durch den dargestellten gegenströmig künstlerischen Vorgang zwischen Goethes Erkenntnisdrang – an dem seine früheren Erdenleben unterbewusst mitwirkten – und dem sich neigenden Intuitionsgehalt angetan.
Ich hoffe, dass die Schrift die Leser findet, die sie verdient!
Reto Andrea Savoldelli

In beeindruckender Weise verknüpft der Autor im Teil über »Des Epimenides Erwachen« das Erweckungserlebnis Goethes mit den sechs Grundübungen der Eurythmie und - stimmig! - den Flugblättern der "Weißen Rose".
Dr. med. Reinhard Ernst

Schlüssig wird belegt, wie Goethe in der Begegnung mit Sizilien als Land des Demeter-Persephone-Wirkens zum Schauen der »Urbilder« (im »Faust« das »Reich der Mütter«) vordringt und damit Einblick in die ätherische Welt der Bildekräfte gewinnt: Goethes geistiger Weg bereitet damit, exakt ein Jahrhundert vor Rudolf Steiner, die »Anthroposophie« vor. Mit den Erkenntnissen, Methoden und Begriffen dieser Anthroposophie gelingt es Heigl, Goethes Reiseweg durch Sizilien als Erfahrung der Ätheraura dieses Landes zu deuten, die durch Empedokles geprägt war und sich entsprechend im »Faust« niederschlug.
Adolf Fischer, Erziehungskunst, Juni 2015

Die Leichtigkeit des Schreibstils und die Fähigkeit aus der »Italienischen Reise« Goethes die wichtigsten Punkte seiner Einweihung aus der Fülle des Textes herauszuarbeiten sind für mich außergewöhnlich.
Hannes Peter, Dornach

Thomas Meyer (Basel, Perseus-Verlag) hat das Buch nach Sizilien mitgenommen, wo es ihm »als schöne und beachtenswerte Reiselektüre« diente, wie er in seinem Sizilien-Reisebericht »Barfuss durch glühende Lava« erwähnt.

Heigls Buch entwickelt eine wesentliche Sicht auf Goethe und den ›Goetheanismus‹ und zeigt die Bedeutung beider für unsere Gegenwart und für die Menschheitsgeschichte überhaupt.
Michael Kalisch, Dipl. Biologe, in »Gegenwart«, Dezember 2016

Ein reichhaltiges Buch, das mich einige Wochen begleitet hat, und das ich nicht auf einmal in seiner Fülle durchdringen kann. Inhaltlich ergänzt es Goethebiographien wie »Kunstwerk des Lebens« von Rüdiger Safranski. Es ist eine bisher verborgene Seite, die durch Heigls Buch offenbar wird.
Obwohl Goethes Metamorphosenlehre mit der Betonung der dreifachen Ausdehnung und Zusammenziehung heute als überholt gelten muss, ist es eine Bereicherung, wie der Autor das Umfeld der Reise, die biographischen Mondknotenphasen und vieles mehr herausarbeitet, wenn dabei auch die Bedeutung von Goethes Pflanzenstudien als Schulungsweg an den Pflanzen selbst zu kurz kommt.
Peer Schilperoord, Biologe, Verfasser von »Metamorphosen im Pflanzenreich«.

Sie haben es verstanden, mit feinstem Einfühlungsvermögen und spriritueller Sicherheit die Tiefen der Goetheschen Wesenheit aufzuschließen. Als Goethekenner und Sizilienreisender ist mir alles vertraut, worauf Sie sich beziehen. Sie haben mit Ihrer Arbeit nun einen Vorhang aufgetan, der die weisheitsvolle Lenkung der Menschheitsentwicklung erlebbar macht. Besondere Freude empfand ich immer dann, wenn Sie auf die mit Goethe neu zu erschließende Sinneswelt hinwiesen.
Martin Georg Martens, Weimar

Sie haben die Motive des ganzen Themenbereichs mit Liebe und Verständnis in gut lesbarer Art so miteinander verwoben, dass die zukünftige Bedeutung Goethes in überzeugender Weise hervortritt.
Dankmar Bosse, Berlin

 


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